Großes Wiesbachhorn

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Letzten Samstag sollte es mit Nina mal wieder auf Tour gehen. Unser Ziel der früher als „Bianco-Grat der Ostalpen“ bekannte Kaindlgrat auf das Große Wiesbachhorn.
Nachdem das Wetter eher schlecht gemeldet war, entschlossen wir uns für einen frühen Aufbruch. Um 04:00 ging es von Axams über Mittersill nach Kaprun und von dort dann mit dem Bergsteigerbus um 06:30 (Reservierung ggf. notwendig) in wenigen Minuten hinauf zum Stausee Mooserboden.
Der Busfahrer war so freundlich und hat uns noch über die erste Staumauer gefahren, wodurch uns nur noch die kurze Mauer vom Aufstiegsweg trennte. Dieser schlängelt sich in kurzer Zeit über knapp 800 Höhenmeter steil hinauf zum bereits von unten sichtbaren Heinrich Schwaiger Haus.
Gut in der Zeit und nun doch besser gemeldetem Wetter gönnten wir uns erst noch eine kleine Pause auf der Hütte, bevor es in leichter Kraxelei über einen versicherten Kamin und weiter über Schuttgelände zum „Unteren-“ sowie „Oberen Fochezkopf“ ging.
Auch wenn es laut absteigendem Bergsteiger nicht notwendig war, schnallten wir dennoch die Steigeisen an – wenn wir sie schon mit haben – und stiegen über den Kaindlgrat weiter hinauf. Kurz vor dem Gipfelhang querten wir dann aufgrund der schlechten Sicht (und einer Gruppe folgend) etwas nach Süden und durften eine kurze 45-50° steile Flanke hochsteigen, wo wir dann doch noch kurz zum Pickel greifen mussten.
Bei wechselnden Sichtverhältnissen – teilweise Talblick, teilweise Kein-Blick – sowie leichtem Graupel, erreichten wir nach gut drei Stunden Gehzeit den Gipfel. Nach den obligatorischen Gipfelfotos ging es dann über den Aufstiegsweg gleich wieder retour.
Für die Gipfelrast suchten wir uns dann ein etwas gemütlicheres Plätzchen beim „Oberen Fochezkopf“, bevor es zurück zum Heinrich Schwaiger Haus ging.
Auch wenn das Wiesbachhorn gemütlich als Tagestour machbar ist, war für uns auf der Hütte Schluss.
Nach einem gemütlichen Hüttenabend bei netter Gesellschaft und guter Bewirtung – super Team auf der Hütte(!!) – ging es am nächsten Tag bei anfänglich leichtem, gefolgt von starkem Regen über die steile Wand zurück zum Mooserboden, wo wir komplett durchnässt mit dem Bus wieder zurück ins Tal gekommen sind.

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