Augstenberg, Piz Urschai, Gamsspitze

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Diesen Freitag ging es wieder einmal zu einem Fortbildungskurs ins ABZ Jamtal.

Nach den 10 km Zustieg und dem Zimmerbezug stand am Nachmittag eine Wiederholung der LV-Suche am Programm. Gemeinsam mit den Ausbildern wurde die Funktionalität, die Suche sowie die anschließende Sondierung (90° zum Hang, NICHT vertikal) abgearbeitet.
Und da es damit noch nicht getan ist wurde anschließend auch die richtige Schaufeltechnik geübt/wiederholt.

Wieder zurück im warmen ABZ gab es noch einen kurzen Vortrag über die Lawinenprobleme sowie die Lawinenprävention bevor wir nach dem Abendessen Patrick Nairz vom LWD Tirol begrüßen durften. In gut 1 1/2 Stunden stellte er die 10 Lawinengefahren (Gefahrenmuster) vor. 
Auch wenn wir diese, sowie Teile des Vortrages schon kannten waren die Beispiele und natürlich auch der gesamte Vortrag von Patrick packend und sehr informativ und interessant.

Am Samstag sollte es dann zu einer kleinen Ausbildungstour gehen. Von der Hütte ging es vorbei am „Steinmandl“ auf den Chalausferner und über das Chalausjoch auf einen Abstecher in die Schweiz. Unser erstes Ziel sollte der Augstenberg sein, wo wir nach einer kurzen Gipfelrast und rassen Abfahrt einen ersten Einblick in die Schneedecke wagten. 
Neben dem klassischen ECT (Extended Column Test) machten wir noch den für uns neuen PSD (Propagation Saw Test) für die obersten zwei Schwachschichten.
Nach getaner Arbeit ging es dann weiter zum Piz Urschai und anschließend zurück nach Tirol und noch hinauf auf die Gamsspitze. Bei besten Schnee- und Lawinenverhältnissen fuhren wir dann über den Gletscher zurück zur Jamtalhütte, wo wir am Abend noch einen kurzen Lawinenvortrag hören durften, gefolgt vom Abendessen und einigen Lawinen-Videos.

Am Sonntag wartete dann die Abschlussübung auf uns. Mit Sack und Pack machten wir uns auf den Weg zum Rußkopf. Etwas unterhalb des Gipfels wurde das Material kurz deponiert, sodass der Gipfel und die Schwünge retour richtig genossen werden konnten. 

Zurück beim Depot hieß es dann wieder arbeiten. Die Medic-Abteilung hatte mehrere verletzte und unterkühlte Personen zu versorgen, während wir den Weg für den Abtransport ebneten.
Nach einem ECT 31 war der Weg für den Akja frei. Hinab durch eine steile Rinne, zurück gesichert an einem „Toten Mann“.

Alles zusammen war es ein tolles Wochenende mit tollen Touren und ausgezeichneten Vorträgen, wodurch uns das geballte Wissen der Ausbilder eingetrichtert wurde.

 

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