Große Zinne (2.999m)

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Kurz nach dem Buch Drei Zinnen: Klettern in den Dolomiten stand der Normalweg auf die „Große Zinne“ auf unserer Todo-Liste, auf welcher Sie gestern (zumindest von meiner Seite aus) durch die „Comici“ ersetzt wurde.
Um kurz vor fünf ging es mit dem Auto von Axams (Innsbruck) über den Brenner nach Brixen und weiter durch das Pustertal nach Toblach. Weiter in Richtung Cortina D’Ampezzo nach Misurina und über die Mautstraße (24,-) hinauf zur Auronzohütte.
Nach einem Schluck Espresso marschierten wir zwei „Christbäume“ dann für ein paar hundert Meter entlang des Wanderweges Richtung Rifugio Lavaredo. Kurz vor einer Kapelle ging es dann über einen gut sichtbaren Steig hinauf in die Scharte zwischen Großer und Kleiner Zinne um bei einem kleinen silbernen X auf knapp 2600m den Einstieg zur Wand zu finden.
Die erste „Kaminrinne“ empor, vorbei an zwei, drei Klemmblöcken ging es in leichter Kletterei zur ersten und zweiten oder doch schon dritten Scharte. Nachdem auf der Topo wohl etwas als Scharte gekennzeichnet ist, was für uns nicht als Scharte definierbar war, suchten wir bereits auf dem großen Terassenband angekommen in westlicher Richtung den Weiterweg, welcher allerdings nur ein paar Schritte nach Osten gewesen wäre und uns zur ’steilen‘ Wandstufe gebracht hätte. Egal, gefunden haben wir sie auch und waren im Nu bei den drei Rinnen und über diese hinweg. Anschließend ging es links neben einer markanten ‚Schlucht‘ bzw. Rinne hinauf zur Schlüsselstelle, dem „ganz glatten Kamin“. Diese Stelle hat ihren Namen zu Recht verdient, war die glatte Wand doch auch noch mit leichtem Eis bedeckt. Aber auch diese Stelle war schnell überwunden und so waren wir nicht weit darauf bereits am Ringband, der oberen Terasse. Wenn man hier weiter nach Rechts geht kommt man zum Ausstieg der ‚Hasse-Brandler‘ und somit in die Nordwand. Wir wählten allerdings den Weiterweg nach links um noch vor der ‚Dülferroute‘ über eine gut erkennbare, leichte Rampe zur letzten glatten, kaminartigen Rinne zu gelangen, welche nach kurzem Fels-Härtetest („extra“ geprüft mit meinem Knie) überwunden war und uns nach ein paar Metern den Gipfelsieg schenkte.
Leider waren bereits eine Seilschaft ein paar Minuten vor uns am Gipfel, trödelte jedoch dort noch etwas, wodurch wir als erste zum Abstieg gekommen sind. Bei der ersten Abseilstelle war dann endlich die nach uns aufsteigende Seilschaft wieder auffindbar und beim Abziehen auch noch die geführte Tour hinter uns. Da nun niemand mehr unter uns war konnten wir uns mit dem Abstieg ranhalten, doch mehrmals Seil durchfädeln, Seil aufholen, Abseilen, Seil abziehen, Seil aufholen und weiter zum nächsten Stand gehen braucht halt doch seine Zeit und kostete fast gleich viel wie der Aufstieg. Unterhalb vom ganz glatten Kamin machte sich dann auch noch die Seilschaft vom Gipfel bemerkbar, welche uns ein paar schöne, große Gesteinsbrocken in die Rinne schickten, während sie sich an der falschen Stelle abzuseilen versuchten. Also nichts wie weiter. Beim unteren Terassenband wählten wir dann die Abstiegsvariante und querten nach Westen, wo wir vorbei an einer mit Schnee gefüllten Schlucht unter einen Felskopf abstiegen. Unter diesem war dann Schluss mit dem „Weg“ und wir dachten, wie einige andere vor uns, an das Zurücklassen von Rebschnüren und abseilen, doch nach kurzer Topo-Studie stieg ich nochmals die paar Meter zur Schlucht auf, welche sich als der richtige Weg herausstellte. Am Fuße dieser war noch eine kurze Abseilstelle, bevor es über eine, anfangs mit viel Schnee gefüllte, Schotterreise aus der Zinne ging. Der Rest war dann nur noch sanftes Wandern am Fuße der Zinnen zurück zum Auto.
Auch wenn es laut Internet schwierig ist, sich zu Orientieren, hatten wir (bis auf die zwei kleinen Abstecher) keine Probleme damit, den richtigen (und meist auch logischen) Pfad zu finden und konnten diese tolle Tour in vollen Zügen genießen!
Die Fotos gibt’s hier.
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