Fluchtkogel

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(Fast) ganz frei nach Don McLean dachte ich mir nach dem Anruf von Flo am Sonntag:

A long long time ago
I can still remember how
That mountains used to make me smile
And I knew that I had my chance
That I could enjoy that panorama glance
And surely I'd be happy for a while

Und so ging es dann um 23:00 zeitig ins Bett, denn der Wecker um 03:55 sollte erbarmungslos klingeln. Um 4:30 stand mein Taxi vor der Türe und es ging über die EUR 25,- Mautstraße ins hinterste Kaunertal. Beim Klettergarten Fernergries schnallten wir dann unsere Ski mitsamt Schuhen auf die Rucksäcke und marschierten in Richtung Gletschertor. Auf ca 2.100m ignorierten wir dann den Wegweiser, welcher uns relativ flott bergab zum Gletschertor bringen hätte können und machten uns stattdessen bergauf und nachdem wir unseren Fehler (ok, wir wollten auch keine Negativmeter machen) bemerkten durch die Pampa weiter auf den Gletscher bzw. auf das große Schneefeld, was zum Gletscher hinauf führen sollte.
Statt auf 2.200m erreichten wir dann auf 2.400m endlich den Schnee und konnten dort dann endlich unsere Ski anschnallen. Für 200 Höhenmeter. Danach entschlossen wir uns dazu, linker Hand einen steileren Hang mit den Steigeisen zu erklimmen, statt uns über die steile Flanke hochzuärgern und dann wegen ein paar Höhenmeter doch noch die Eisen anzulegen.
Nach der Steilwand eröffnete sich uns dann ein gewaltiger Blick auf den enormen Gepatschferner, über welchen wir dann, nur noch wenige Höhenmeter machend, dafür den ganzen Bergrücken um Dahmann- und Erichspitze umgehend zum Gipfelhang des Fluchtkogels marschierten. Nach den letzten Höhenmetern gönnten wir uns dann eine gemütliche Pause am sonnigen Panoramagipfel, bevor wir unsere Ski von den Fellen befreiten und uns die erste steile Flanke hinunter machten. Mit genug Schwung erreichten wir noch ohne skaten zu müssen das ‚Joch‘ unterhalb vom Brandenburger Haus und erneut Schwung aufnehmend das etwas tiefere Becken, wo dann leider doch noch einige Zeit skaten angsesagt war, bevor es zur finalen (unverspurten – alle anderen waren im flacheren Teil) Steilwand und den vermutlich letzten tollen Schwüngen im heurigen „Winter“ ging. Zurück bei unseren Schuhen konnten wir dann noch weitere 200 Höhenmeter über mit Steinen gespickten Schnee „fahren“, bevor die Ski wieder auf die Rucksäcke mussten, und wir zurück zum Auto – mit Gegenanstieg – marschierten.

Das frühe Aufstehen hat sich dieses Mal wieder definitiv gelohnt!

Gesamtstrecke: 20814 m
Maximale Höhe: 3447 m
Minimale Höhe: 1907 m
Gesamtanstieg: 1497 m
Gesamtabstieg: -1653 m
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